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Stellen Sie sich vor, Sie belegen einen Kurs in Immunologie. Sie
haben sich die Bücher gekauft und wollen sich auf das Kapitel
nichtspezifisches (angeborenes) und spezifisches (erworbenes)
Immunsystem vorbereiten.
Zum besseren Verständnis haben Sie sich einen Artikel von Dr. Gary
E. Kaiser zum Thema „Das angeborene Immunsystem“ geladen. Der
Artikel beschreibt die Komponenten der angeborenen und erworbenen
Reflexe.
Zur Vereinfachung hat Dr. Kaiser die Lernziele der Lektion
vorgegeben. In dieser kurzen Überblicksdarstellung betont er die
Bedeutung angeborenen und erworbenen Immunität. Da es nur eine
Vorbereitung ist, würde ich mich auf die Lernziele konzentrieren.
Lesen Sie die Lernziele aufmerksam durch um in der nächsten
Seminarsitzung einen Wissensvorsprung zu haben.
Nutzen Sie diese Art der thematischen Annäherung auch für zukünftige
Seminare.
VI. Das angeborene Immunsystem
Dr. Kaiser's Microbiology Home Page
http://student.ccbcmd.edu/courses/bio141/lecguide/unit4/innate/innate.html
C.
Rezeptoren zur Strukturerkennung (einschließlich TOLL-LIKE
Rezeptoren) und Cytokine.
Lernziele für dieses Kapitel:
Unter angeborene Immunität versteht man einen nicht
antigenspezifischen Abwehrmechanismus, mit dem ein Wirt sofort oder
aber innerhalb einiger Stunden nach Exposition mit einem Antigen
reagiert (Def).
Diese Immunität besitzt man von Geburt an und sie stellt die
Initialantwort des Körpers zur Eliminierung von Mikroorganismen und
zur Prävention vor Infektionen dar.
Im Gegensatz zur adaptiven Immunität erken nt das angeborene
Immunsystem nicht jedes Antigen wieder. Stattdessen ist es dazu
geschaffen, einige wenige hoch konservierte Strukturen, die in
vielen verschiedenen Mikroorganismen vorkommen, zu identifizieren.
Diese Strukturen werden „pathogen-associated molecular patterns“
(PAMPs) genannt und schließen LPS von gramnegativen Zellwänden,
Peptidoglycane, Lipoteichonsäuren aus grampostiven Zellwänden, den
Zucker Mannose (häufiger Bestandteil von Glycolipiden und
Glycoproteinen mikrobiellen Ursprungs, jedoch selten in denen vom
Menschen), bakterielle DNA, N-Formylmethionin aus bakteriellem
Protein, doppelsträngige virale RNA und Glucane aus den Zellwänden
von Pilzen ein.
Die meisten Immunzellen haben „pattern-recognition receptors“ für
diese häufig vorkommenden PAMPs (siehe Fig. 1). Daher kann die
Immunantwort auf eingedrungene Mikroorganismen sofort erfolgen.
PAMPs können außerdem im Blut durch eine Reihe löslicher
„pattern-recognition receptors identifiziert werden (sogenannte
Opsonine), die dabei das Komplementsystem aktivieren.
Insgesamt wird davon ausgegangen, dass das angeborenen Immunsystem
etwa 103 molekulare Strukturen wieder erkennen kann. Dies alles wird
in den folgenden Abschnitten ausführlicher diskutiert werden. |